Hans-Ralf Bungart,

Inhaber des Kurpark-Hotels,

Bad Salzuflen

Interview mit
Hans-Ralf Bungart, Inhaber

Herr Bungart, nennen Sie bitte fünf Dinge, die das Kurpark-Hotel aus Ihrer Sicht besonders machen.

Die absolute Freundlichkeit der Mitarbeiter, die außergewöhnlich schöne Lage, die persönliche, familiäre Atmosphäre und die unterschiedliche, hochwertige und zeitlose Zimmerausstattung. Und als fünftes die Tatsache, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter mehr als 20 Jahre bei uns sind. Das ist wirklich außergewöhnlich in der Hotelbranche.

Was, glauben Sie, fällt Ihren Gästen als Besonderheit auf?

Ich denke, dass wir immer versuchen, unseren Gästen mit Kleinigkeiten eine Freude zu bereiten. Dadurch entsteht ein heimeliger Charakter, eine herzliche und familiäre Atmosphäre, in die unsere Gäste eingeschlossen werden. Mit Kleinigkeiten kann man da viel erreichen. Es sind kleine Gesten der Freundlichkeit und des Umsorgens, die eine große Wirkung haben. Die Gäste freuen sich einfach darüber.

Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste für Ihre Gäste?

Für alle gilt Sauberkeit und Ruhe. Insbesondere für unsere älteren Gäste kommt noch die persönliche Ansprache, verbunden dem Gefühl, gut aufgehoben und umsorgt zu sein, dazu. Es ist wichtig für die Gäste, dass sie wissen, dass der Arzt in zehn Minuten bei ihnen ist, wenn Sie ihn brauchen.

Wie würden Sie die Atmosphäre im Hotel beschreiben?

Es ist eine familiäre und herzliche Atmosphäre. Ich sehe mich selbst nicht als Chef, sondern mehr als eine Art Patron mit väterlichem, familiärem Führungsstil. Dieser Umgang miteinander überträgt sich auf unsere Gäste, wird gelebt durch die Mitarbeiter und bestimmt die Atmosphäre.

Welche besonderen Angebote oder Gegebenheiten finden die Urlauber bei Ihnen vor?

Für viele ganz wichtig ist die Ebenerdigkeit, die nicht nur unser Hotel, sondern auch die gesamte Stadt Bad Salzuflen bietet. Das Gradierwerk, Möglichkeiten zum Spazierengehen und kulturelle Angebote wie Theater und Konzerthalle sowie das Therapiezentrum mit seinen vielfältigen Angeboten sind direkt nebenan. Im Hotel gibt es neben Massage- und Fango-Angeboten natürlich auch die medizinische Versorgung. Zwei Mal pro Woche ist ein Arzt im Haus. Das ist für viele unserer Gäste sehr wichtig.

Haben Sie ein Lieblingszimmer?

Ja, es gibt sogar zwei. Beim ersten, das wir gerade frisch renoviert haben, habe ich mich im Farbkonzept und in der Auswahl der Möbel durchgesetzt. Ich habe versucht, mich in unsere Gäste hineinzuversetzen und zu erspüren, was ihnen gefallen könnte. Etwas zurückhaltende Farben, Grün, Orange und Beige, waren das Ergebnis. Das Zimmer wird von den Gästen ganz toll angenommen. Ein weiteres Zimmer, das eher meinem persönlichen Geschmack entspricht, ist in kräftigeren Farben gestaltet. Das Tollste ist der rote Teppichboden. Dieses Zimmer würde ich mir aussuchen.

Erzählen Sie kurz die (Erfolgs-) geschichte des Kurpark-Hotels.

(Herr Bungart schmunzelt.) Eigentlich wollte ich es gar nicht. Ich wollte immer etwas Kleineres, höchstens 25 bis 30 Zimmer, alle sehr hochwertig. Ich hatte damals einen Tanzkurs mit meiner Frau Hilde besucht. Freunde erzählten uns, dass das Kurpark-Hotel zum Verkauf stehe. Ich war nicht interessiert. Aber Hilde hat nicht locker gelassen, und irgendwann habe ich eben angerufen. So bin ich da reingeschlittert. Wir haben im Laufe der Zeit einiges verändert, erweitert und renoviert. Ich habe dieses Hotel wirklich lieben gelernt.

Welche Motivation leitet Sie Tag für Tag?

Die Mitarbeiter, das Team, ist für mich die Motivation. Es ist schön, gemeinsam etwas für unsere Gäste zu schaffen, Ihnen Freude zu bereiten. Ich bin einfach gerne im Betrieb.

Klaus Lynack,

Küchenchef im Kurpark-Hotel,

Bad Salzuflen

Interview mit
Klaus Lynack, Küchenchef

Herr Lynack, für welche Art der Küche stehen Sie? Beschreiben Sie das bitte in fünf Worten.

Ehrlich, bodenständig, frisch, handwerklich gut, Teamwork.

Das ging schnell. Was meinen Sie genau mit Teamwork?

Das Essen wird so gut, wie das Team Hand in Hand, handwerklich sauber arbeitet. Deshalb sind für mich neben hochwertigen Produkten auch ein gutes Team und eine gute Stimmung in der Küche ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis.

Haben Sie persönlich ein Lieblings- oder ein Spezialgericht, nach dem die Gäste immer wieder fragen?

Das ist ständig im Wandel und ist auch abhängig davon, was gerade Saison hat. Im Frühjahr sind es die Spargelgerichte, im Sommer gebratener Fisch, im Herbst Pfifferlinge. Eine Spezialität ist das Pommersche Rind, das nach alter, traditioneller Art trocken reift und abgehangen ist. Man nennt das „dry aged“. Das mag ich persönlich gerne und das schmeckt auch unseren Gästen sehr gut.

Lassen Sie sich beim Kochen von Trends leiten?

Leiten würde ich nicht sagen. Aber ganz verschließen will ich mich auch nicht. Ich halte mich auf dem Laufenden und prüfe, welche Trends zu uns passen könnten. Ein Beispiel sind die Königsberger Klopse, die wir viele Jahre lang nur von unserer Oma kannten. Solche alten Klassiker sind wieder im Kommen. Das finde ich gut. Auch moderne mediterrane oder asiatische Einflüsse sind sicher in meiner Küche zu finden – aber immer nur, wenn sie mit ehrlichen, bodenständigen Gerichten vereinbar sind.

Wie wichtig ist die Küche aus Ihrer Sicht für einen erfolgreichen Hotelbetrieb mit zufriedenen Gästen?

Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich der Küche eine neun einräumen. Sie ist das Aushängeschild, die Visitenkarte des Hotels. Gerade für die Gäste, die bei uns nicht nur einen kurzen Aufenthalt, sondern einen ganzen Urlaub verbringen gilt das. Ich denke, das Essen ist ein Aspekt, der sinnlich erlebt wird und damit in Erinnerung bleibt.

Und welche Rolle spielt der Service?

Eine ebenso große Rolle. Schließlich findet hier der direkte zwischenmenschliche Kontakt statt. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit dem Gast gegenüber sind hier oberstes Gebot. Wichtig sind auch Kenntnisse über die Gerichte und die Produkte. So kann auch mal eine Empfehlung ausgesprochen werden und wenn‘ dann schmeckt, entsteht Vertrauen – etwas Familiäres.

Welche Rolle spielt gesunde Ernährung für Sie beim Kochen?

Meine oberste Maßgabe, nur frischeste Produkte zu verwenden, die ich übrigens auch selbst einkaufe, erklärt das schon. Für unsere Gäste ist mir die Ausgewogenheit der Gerichte wichtig.

Was macht Ihnen im Beruf am meisten Freude?

Ich koche einfach gerne. Das wird nie langweilig, weil man neue Herausforderungen ja auch selbst durch den Einkauf neuer Produkte beeinflussen kann. Und ich freue mich einfach darüber, wenn ich Fisch einkaufe und der wirklich so frisch ist, wie ich mir das für mein Gericht vorgestellt habe.

Welche Motivation leitet Sie Tag für Tag?

Wirklich motivierend für mich ist die tägliche Bestätigung durch die Gäste, meine Mitarbeiter und meinen Chef. Es ist toll zu sehen, wie ich durch mein Handwerk überzeugen kann und im Team mit meinen Mitarbeitern mit Handwerk, Kreativität und Einfühlungsvermögen beste Ergebnisse erziele.